Stimmbildung im Klassischen Chor

Meine Philosophie: Vordersitz, Support, Öffnung

Ich bevorzuge beim klassischen Gesang einen jungen, hellen Ton ohne viel Vibrato. Durch einen guten Vordersitz (singen in die Maske) und das nach-vorne-bringen der Artikulation erreiche ich eine helle Klangfarbe, die "jünger" klingt. Das ist bei den meisten Chören vorteilhaft, denn der Altersdurchschnitt steigt unaufhaltsam. Durch eine leichte, helle Führung erhöht sich die Beweglichkeit der Stimmen. Gerade frühere Komponisten erfordern einen schlanken Klang und flexible Stimmen.

 

Übertriebene Abdunkelung (durch ein künstlich gestelltes Gaumensegel) beim Singen führt in der Konsequenz zum Forcieren, zu Festigkeit und einem ungesunden Vibrato. Sänger, die auf diese Weise singen, wird man immer aus dem Chorklang heraushören. Wenn sie älter werden, kommen metallische Beiklänge hinzu. Das Singen wird anstrengend und  die Chormitglieder erschöpfen stimmlich deutlich schneller.

 

Dem kann man mit der Arbeit am Vordersitz und einer leichteren Stimmführung vorbeugen! Es gibt durchaus Wege, unangemessen durchdringende Stimmen wieder in den Chorklang zu integrieren - ohne dem Betreffenden nahezulegen, den Chor zu verlassen. Singt der Chor "vorne"und hell, ist das allein schon ein gesunder, schonender Umgang mit der Stimme und ermöglicht einen homogenen Chorklang.

 

Neben meines Fokus auf dem Umgang mit dem Vokaltrakt kümmere ich mich intensiv um eine optimierte Zwerchfellaktivität. Den auch ein leichter Ton muss muskulär gut unterstützt werden. Das Wort "Stütze" benutze ich nicht, da es etwas Starres impliziert. Ich benenne es als "Support" (Unterstützung). Körperliche Unterstützung beim Singen ist vor allem flexibel! Es geht nicht nur um das Zwerchfell sondern um eine ganzheitliche Körperarbeit: Haltung, Atemführung, bewusster Einsatz der Muskulatur (Zwerchfell, Rippenweitung, Rückenmuskeln, etc.).

 

Der dritte Aspekt meiner Stimmarbeit ist die "Öffnung". Erst wenn wir offen sind, kann etwas optimal resonieren und auch herauskommen! Erst wenn ich mich öffne, werde ich hörbar. Auch dieses Thema ist ganzheitlich zu sehen. Die Öffnung bezieht sich vielleicht zunächst auf den Mund, weitet sich dann aber aus: in den ganzen Körper. Arbeit an der Öffnung berührt immer auch die Seele. Vielleicht kann man sich hier am besten selbst begegnen.

 

Wenn Sie meine Worte angesprochen haben und Sie neugierig geworden sind, schreiben Sie mich gerne an. Wir verabreden uns für ein persönliches Telefonat, wo wir uns  in Ruhe darüber austauschen, was Sie sich für Ihren Chor wünschen und vorstellen.

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